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Entstehung des Kosbacher Jugendclubs




Der Jugendclub in Kosbach (KJC) ist eine von mehreren Aktivitätengruppen des Kosbacher Stad'l. Gegründet wurde der KJC vor etwa 40 Jahren von ca. 10 Jugendlichen. Man traf sich damals zum ersten Mal in einem geräumigen Backhäuschen, danach für kurze Zeit in einem relativ großen Baumhaus und die darauffolgende Zeit in einem renovierten Zirkuswagen, der leider abbrannte. Dann folgte eine längere Zeit in einem Bauwagen. Daraus entwickelte sich dann auch der eigentliche KJC und es wurde Verbindung zum Kultur- und Freizeitamt der Stadt Erlangen aufgenommen.

Der Stad'l zu seiner Gründungszeit wurde eigentlich auf Initiative der damaligen Kosbacher Jugend ins Leben gerufen. Die waren nämlich auf der Suche nach größeren Räumlichkeiten, wie sie auch die anderen Jugendclubs in und um Erlangen hatten (z.B. Terra Nova, Orange usw.); man wollte auch Partys, Discos u.Ä. feiern, was im Bauwagen wohl etwas eng geworden wäre.

Als ursprüngliches Ziel hatte sich die Jugend den Kuhstall vom "Schneider-Bauernhof" ausgesucht. Daraus wurde aber leider nichts, da auch für die Freiwillige Feuerwehr Kosbach-Häusling und die Kosbacher Gemeinde Räumlichkeiten zur Verfügung stehen sollten. Somit kam der Vorschlag bzw. die Entscheidung der Stadt Erlangen, die damalige Weller-Scheune umzubauen bzw. zu renovieren. Dieser Vorschlag wurde dann auch mit tatkräftiger Unterstützung von Helmut Eichler und den jungen und alten Kosbachern in die Tat umgesetzt.

Der KJC hat sich zur damaligen Zeit nur durch das jährliche Johannisfeuer - immer mit dem Ziel vor Augen, das größte und schönste seiner Art in Franken oder zumindest im Umkreis zu werden - und durch weitere kleinere Aktivitäten finanziert. Zu dieser Zeit wurde auch der "Dachverband der Erlanger Jugendclubs e.V." gegründet, in dem sich der KJC seitdem engagiert und damals auch ein Gründungsmitglied stellte.

Der KJC hat damals viele Traditionen ins Leben gerufen, wie z.B.: Fasching-Partys (teilweise zusammen mit der FF Kosbach-Häusling), Maibaum aufstellen, Fahrt mit dem Traktor auf die Erlanger Bergkirchweih (immer wieder ein großer Spaß für alle Mitfahrenden und auch für die Zuschauer entlang des Weges), Kosbacher Kerwa (anfangs auf dem Gelände des Gasthauses Polster und später auf dem Gelände des Kosbacher Stad'l), Skifahren, Zeltlager und viele viele andere Events (Tanzkurs, KoKi, Live-Acts usw.)

Während der jährlichen "Kosbacher Karpfen Kirchweih" (inzwischen "Kosbacher Stadl-Kirchweih") Ende August verkleiden sich die Mitglieder des KJC als stattliche Kerwasburschen, die unter der Führung des Oberkerwasburschen viele Aktivitäten organisieren und durchführen. Mit Absprache des Wirtes Polster versuchen sie die Kerwa für Jung und Alt, für Einheimische und Zugereiste, für Freunde und Verwandte von nah und fern attraktiv und interessant zu machen. Zu diesen Brauchtümern zählen unter Anderem Kerwa aus- und eingraben, einen ansehnlichen Kerwasbaum holen und aufstellen, Betzn raustanzen, Kiechle zamspielen, altbewährte Kerwas-Liedle singen und vieles mehr. Auf diese Art schaffen die Jugendlichen und Junggebliebenen es immer wieder viel Spaß und Freude unters Volk zu bringen.

Diese und viele andere neuere Traditionen führt der heutige KJC selbstverständlich mit Leib und Seele und auch viel Spaß weiter und wir hoffen, dass es auch noch lange so bleibt! Der Hauptverein Kosbacher Stad'l kann sich selbstverständlich auch bei vielen weiteren Veranstaltungen und Arbeiten in und um den Stad'l immer auf die tatkräftige Unterstützung des JC's verlassen!

Neben unserem Johannisfeuer hat sich die Jahresabschlussparty (X-Mas-Party) inzwischen mit zu dem größten jährlichen Event des KJC entwickelt, die bei Jung und Alt immer großen Anklang findet. Diese, mittlerweile als Kultveranstaltung bekannte Party, findet immer am ersten Weihnachtsfeiertag in den eigenen Räumen des KJC und im Eingangsbereich des Stad'l statt. Zum ersten Mal gefeiert hat man die Sangria-X-Mas-Party am 25.12.1997! Trotz Winterstimmung damals tatsächlich mit Sangria - natürlich serviert in Eimern. Jedes Jahr aufs Neue erwarten wir wieder viele alte und neue Gesichter, die sich von uns begeistern lassen. Auch wenn im Laufe der Zeit viele weggezogen sind um woanders ihr Glück zu suchen, kommen die meisten zur Weihnachtszeit wieder zurück in ihre Heimat. Dann bietet sich die X-Mas-Party natürlich an, drängt sich einem regelrecht auf, um die alten Freundschaften wieder neu aufleben zu lassen.

Jedes Jahr im Sommer organisiert der Jugendclub für seine Mitglieder ein Zelt-Wochenende um sich selbst für die erfolgreiche Jahresarbeit zu belohnen und um sich davon zu erholen. Inzwischen wurde dieses eine Wochenende etwas erweitert und dauert nun schon eine ganze Woche. Im Laufe der Jahre besuchten wir schon die verschiedensten Zeltplätze in den verschiedensten Regionen Nordbayerns. Um das Zelten so gemütlich wie nur möglich zu gestalten, entwickelte sich im Laufe der Zeit ein enormer logistischer Aufwand um Kühlschränke, Biergarnituren, unseren großen Pavillon, Speis und Trank und vieles mehr von A nach B zu schaffen. Und wieder zurück. Anhand der freudigen Gesichter und Reaktionen unserer Mitglieder kann man aber erkennen, dass sich die viele Arbeit lohnt und wir das Zelten unter diesen Umständen noch viele Jahre weiterführen werden.

Durch all diese verschiedenen Aktivitäten entwickelt sich natürlich auch ein einzigartiges Gemeinschaftsgefühl, welches heutzutage wohl schwer zu finden ist. Auch entwickelten sich aus den Kreisen des Jugendclubs Freundschaften und Beziehungen fürs Leben. Einige der Kinder unserer Gründer sind heute bereits aktive Mitglieder in unserem Verein.

Vor einigen Jahren wurde ein Tag der offenen Tür veranstaltet, bei dem sich der Jugendclub Kindern und Eltern vorstellte. Bei einem Kickerturnier für Jung und Alt sowie anderen Spielen im Turniermodus hatten alle viel Spaß und die Gewinner wurden mit gesponserten Preisen ausgezeichnet. Fürs leibliche Wohl hat der Jugendclub gesorgt und für allen Anwesenden wurde es ein geselliger Nachmittag. Inzwischen ist daraus der Familiennachmittag mit vielen Spielen und Aktionen für die Kids und mit einem Ort der Ruhe für die Eltern geworden.

Ein weiterer Höhepunkt der Jugendclubgeschichte war die Vereinsgründung des "Jugendclub Kosbacher Stadl e.V." in den Jahren 2005/2006. Der für die Vereinsgründung enorme notwendige Aufwand wurde durch unseren damaligen ersten Vorsitzenden Daniel Müller mit Bravour gemeistert.

Kleine Übersicht der Geschehnisse:


Anfang 70er Jahre

Backhäuschen (im Wäldchen bei Maid's - gegenüber vom Spielplatz)

Mitte 70er Jahre

Baumhaus (auch im besagten Wäldchen)

Ca. 1976

Zirkuswagen (abgebrannt) - danach Bauwagen

Ca. 1980

KJC bezieht Unterkunft in den Räumlichkeiten des Kosbacher Stad'l (noch zu Baubeginn)

31. Dezember 1983

1. Silvesterparty des KJC im Jugendclubraum (damals noch im Rohbau)

Frühjahr 1985

1. Bulldogfahrt zur Bergkirchweih (entstanden aus einer Schnaps-Idee zur Hochzeit zweier Mitglieder)

Sommer 1987

Formierung der nachrückenden Jugend

14. November 1987

Übergabe "alte Jugend" an "neue Jugend"

20. Dezember 1987

1. KJC Weihnachtsfeier

06. Februar 1988

1. Faschingsparty des KJC

30. April 1988

1. Maibaum-Aufstellen am Kosbacher Stad'l durch den KJC

25. Juni 1988

1. Johannisfeuer am Ortseingang Kosbach durch Gemeinschaftsarbeit der alten und neuen Jugend

Anfang 90er Jahre

Bau eines neuen Fußballplatzes auf dem Gelände des Kosbacher Stad'l

Sommer 1995

1. Stad'l Kerwa auf dem Gelände des Kosbacher Stad'l

Ab 1999

Rege Teilnahme am Ausbau der Maschinenhalle

2005/06

Vereinsgründung des "Jugendclub Kosbacher Stad´l e.V."

Januar 2007

1. Familiennachmittag / Tag der offenen Tür (inzw. im Sommer)

Frühjahr 2010

25-jähriges Jubiläum der Bulldogfahrt zur Bergkirchweih

Oktober 2010

Vorstandswechsel und Weitergabe an die nächste Generation


to be continued…


Wir, die Mitglieder des Kosbacher Jugendclubs, danken allen, die sich im Laufe der Jahre für den Jugendclub eingesetzt und uns unterstützt haben. Besonders den jeweiligen Vorständen muss man Lob aussprechen, dass sie immer wieder trotz einiger Rückschläge den Verein am Leben gehalten und die Mitglieder in die richtigen Bahnen gelenkt haben. Wir werden nach unseren besten Möglichkeiten die Traditionen und Gepflogenheiten aufrecht erhalten, um den nachfolgenden Generationen einen ebenso schönen Treffpunkt weitergeben zu können, wie wir ihn derzeit nutzen dürfen und zu schätzen wissen.



letzte Aktualisierung 28. Oktober 2010